Und ein Bär auf Seite 20, der in zwei Sätzen erklärt, wofür wir 20 Jahre und einen Kontoauszug gebraucht haben.
Ihr Kind fragt an der Kasse, im Auto, beim Zähneputzen. Sie haben zehn Sekunden. Ab jetzt reicht ein Griff ins Regal: Der Titel ist die Frage, ein Tier gibt die Antwort.
Samstagvormittag, Supermarkt bei uns im Ort, Kasse 2. Hinter mir sechs Leute.
Ich halte die Karte ans Terminal. Piep. Bezahlt.
Meine Tochter Ida, damals vier, sitzt im Einkaufswagen und schaut ganz genau hin. Dann fragt sie. Laut. So laut, dass die ganze Schlange es hört:
„Mama, warum kaufen wir nicht einfach Geld?“
Die Kassiererin lacht. Hinter mir lacht einer mit. Ich kenne ihn: Herr Kessler. Ich habe ihm im Frühjahr sein Haus finanziert.
„Na, Frau Hofmann?“, sagt er. „Bei meinem Kredit hatten Sie auf alles eine Antwort.“
Ich setze an: „Also, Schatz, das Geld auf der Karte ist Buchgeld, die Bank …“
Ida schaut mich an. „Mama, du redest wie im Radio.“ Jetzt lacht die halbe Schlange.
Fünfzehn Jahre Baufinanzierung. Jede Woche habe ich Erwachsenen Zinsen, Tilgung und Grundschuld erklärt. Und meiner eigenen Tochter konnte ich nicht sagen, woher das Geld kommt. Nicht in ihrer Sprache.
Mein Gesicht brennt. Ich packe die Tüten viel zu schnell. Eine Dose Tomaten rollt unter das Band.
Und dann höre ich mich sagen: „Das verstehst du noch nicht, Schatz.“
Genau dieser Satz. Den hat mein Vater zu mir gesagt, am Abendbrottisch, 1990. Ich war fünf. Er hat es nicht böse gemeint. Er hatte keinen anderen Satz. Ich hatte auch keinen.
Im Auto auf dem Parkplatz kam dann der Teil, der wirklich wehgetan hat.
Ich hatte den Satz schon einmal gesagt. Zwei Jahre vorher, zu meinem Sohn Jonas. Er war fünf und wollte wissen, wie viel Papa verdient.
„Das verstehst du noch nicht.“
Jonas hat danach nie wieder nach Geld gefragt. Kein einziges Mal. Und ich hatte es nicht einmal bemerkt.
Kinder merken sich nicht die Antwort. Sie merken sich, dass keine kam. Und dann hören sie auf zu fragen.
Ich saß auf diesem Parkplatz, Ida hinten im Kindersitz, und habe mir eins geschworen: Bei ihr passiert mir das nicht noch einmal.
Das sind die drei Sätze, die bei uns seit Generationen die Antwort ersetzen:
Alle drei bedeuten dasselbe: SPÄTER.
Vier Wochen, rund 140 Euro. Und Ida wusste danach genau so wenig wie vorher.
Das Sparschwein-Buch erklärt, dass man sparen soll. Nicht, woher das Geld kommt, das hineinfällt.
Das Brettspiel hat Ida beigebracht, dass Geld aus einer Pappschachtel kommt. Na super.
Die App war schon wieder ein Bildschirm. Schon wieder Geld, das man nicht anfassen kann.
Die Ratgeber waren ab zwölf. Ida war vier.
Und mein eigenes Erklären? Bei „Lohn“ hat Ida gegähnt. Bei „Bank“ war sie weg und wollte das Hasenbuch. Ich konnte Geld nur auf Erwachsenendeutsch.
Alles davon fängt in der Mitte an: beim Sparen, beim Rechnen, bei der Karte. Die allererste Frage, die Kinder stellen, beantwortet keins davon.
Ich wollte etwas, das eine Vierjährige versteht, das in eine Gutenachtgeschichte passt und nicht nach Unterricht riecht. Gefunden habe ich es lange nicht.
Kurz danach war Vorlesetag in Jonas’ zweiter Klasse. Seine Lehrerin, Frau Brandt, ließ mich eine einzige Frage an die Tafel schreiben: „Woher kommt das Geld?“
19 von 23 Kindern gaben dieselbe Antwort. „Aus dem Automaten.“ „Von der Bank.“
Von der Bank. Und ich saß jeden Tag in einer.
Siebenjährige, Achtjährige. Die rechnen jeden Tag mit Geld. Plus, minus, Wechselgeld. Sie können ausrechnen, was drei Äpfel kosten. Woher das Geld für die Äpfel kommt, hat ihnen nie jemand gesagt.
Frau Brandt hat es mir danach im Flur gesagt: „Das steht auf keinem Arbeitsblatt.“ Zu Hause wird die Frage vertagt. In der Schule auch.
An diesem Abend habe ich aufgehört zu suchen. Was ich wollte, gab es nicht. Also haben wir es gebaut. Ich habe mich mit Pädagogen an einen Tisch gesetzt: ich mit 15 Jahren Baufinanzierung, sie mit Jahrzehnten im Kinder- und Klassenzimmer. Daraus sind fünf Bände geworden, „Meine erste Wirtschaft“. Jede Geschichte durfte erst ins Buch, wenn Ida sie an unserem Küchentisch verstanden hat. Im Dezember habe ich nach 20 Jahren bei der Bank gekündigt. Mein Abteilungsleiter fragte, ob ich zur Konkurrenz gehe. „Nein“, habe ich gesagt. „Zu den Fünfjährigen.“
Heute arbeite ich bei Blooma, dem kleinen Verlag, der sie druckt und verschickt. Ich verdiene an keinem Konto und keinem Kredit mehr. Nur an diesen fünf Büchern.
Wann haben Sie verstanden, wie Geld funktioniert? Ich mit 19. Und nur, weil es mein Beruf wurde: dritte Woche Banklehre. Neben meiner Ausbilderin saß ein Malergeselle, 25, Konto bei minus 2.400 Euro. Er fragte, was Dispozinsen sind. Ich wusste es. Seit genau einer Woche, aus der Berufsschule.
Der Unterschied zwischen ihm und mir war eine Woche Berufsschule. Ihm hat es mit 25 der Kontoauszug erklärt. So wie den meisten von uns.
Die Antwort kam mit 25. Per Post.
Danach 15 Jahre Baufinanzierung. Jede Woche saßen mir Ärzte, Ingenieure, Lehrer gegenüber, die mit 38 zum ersten Mal hörten, wie ein Zins funktioniert. Kluge Menschen. Ihnen hatte nur nie jemand geantwortet, als sie fünf waren.
Ich nenne das die vertagte Antwort. Die Frage kommt mit fünf. Die Antwort kommt zwanzig Jahre SPÄTER, per Post, in roten Zahlen. Und so läuft es, wenn wir mit fünf „später“ sagen:
Mit fünfunddreißig steht Ihr Kind selbst an der Kasse. Sein Kind fragt, woher das Geld kommt. Und Ihr Kind sagt: „Das verstehst du noch nicht.“
Das ist nicht Ihre Schuld. Ihnen hat nur nie jemand den einen Satz gegeben, den ein Fünfjähriger nehmen kann. Ihren Eltern auch nicht.
Diese fünf Bände geben ihn. Fünf Fragen, die Kinder wirklich stellen, Wort für Wort. Für jede Frage ein Band. In jedem Band ein Tier, das die Antwort selbst erlebt.
Wischen Sie durch. Ich wette, zwei davon hat Ihr Kind diese Woche schon gestellt.
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Bär Bruno und die Leiter von Biber Bo:

Band 5, Seite 19/20. Wort für Wort aus dem Buch. Seite 19 liegt links daneben.
Das ist alles. Kein Fachwort. Kein Diagramm. Kein Vortrag.
Bruno staunt. Und Ihr Kind fragt: „Warum?“ Genau dieses „Warum?“ haben wir mit fünf runtergeschluckt.
Nicht Ihr Kind wird korrigiert. Ein Bär wird überrascht, und Ihr Kind denkt mit.
Als ich die Seite zum ersten Mal vorgelesen habe, saß Jonas am anderen Ende vom Sofa. Acht Jahre alt, angeblich mit Lego beschäftigt. Nach dem letzten Satz drehte er sich um:
„Mama, ist Eis im Sommer deshalb teurer?“
Drei Jahre lang hatte er nicht nach Geld gefragt. Ein Bär hat ihn in zwei Sätzen wieder zum Fragen gebracht.
Ein Kind, das den Bären versteht, versteht auch den Supermarkt.






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Querformat · rund 30 Seiten pro Band · über 150 Seiten im Schuber
Kein Vortrag, kein Arbeitsblatt. Ein Band am ersten Abend. Und so geht es weiter:
Spätestens in Monat 3 kommt der Moment, auf den Sie warten: Ihr Kind fragt etwas, das Sie selbst erst mit 25 verstanden haben. Und diesmal haben Sie einen Satz.

Ihr Kind fragt.Sie sagen: „Das lesen wir heute Abend nach.“

Sie greifen den Band.Der Titel ist die Frage.

Das Tier antwortet.Und Ihr Kind fragt weiter.
Mein Vater hat diesen Satz gesagt. Ich wette, Ihrer auch. Nicht aus Bosheit. Unsere Väter hatten selbst keine Antwort. Denen hat auch nie jemand geantwortet.
Also haben wir es allein herausgefunden. Mit dem ersten Dispo, dem ersten Handyvertrag, der ersten Steuererklärung. Auf die harte Tour.
Letzten Sonntag, Abendbrot bei meinen Eltern. Ida, jetzt sechs, erklärt ihrem Opa, warum der Bäcker samstags mehr Brötchen backt.
„Weil dann mehr Leute kommen, Opa. Und die bringen alle Geld mit.“
Mein Vater legt das Messer hin. Er schaut sie lange an. Dann sagt er leise:
„Das hat mir nie jemand erklärt.“
Derselbe Mann, der vor 36 Jahren zu mir gesagt hat: „Das verstehst du noch nicht.“
Ich musste in die Küche gehen. Nicht aus Traurigkeit. Diesmal nicht.
Drei Generationen haben diesen Satz weitergegeben. Mit diesem Set endet er bei Ihnen. Ihr Kind bekommt die Antwort mit fünf. Nicht mit fünfundzwanzig.
Sie haben jetzt zwei Wege.
Ich habe damals 140 Euro für Dinge ausgegeben, die die Frage nicht beantwortet haben. Ein einzelnes Bilderbuch über Geld kostet im Handel 15 bis 30 Euro. Hier bekommen Sie alle fünf Antworten für 59,99 €. 12 € pro Band.
Den Malergesellen hat SPÄTER minus 2.400 Euro gekostet. Die Antwort kostet 59,99 €. Einmal. Für alle fünf Fragen.
Bücher haben in Deutschland einen festen Preis, im Laden wie hier. Deshalb gibt es auf die Bände keinen Rabatt, nirgends. Dafür bekommen Sie hier, was es im Laden nicht gibt.
Wortgleich aus Band 1, Seite 30:
An der Kasse: „Womit bezahlen wir gerade und woher kommt dieses Geld?“
Am Automaten: „Der bewahrt unser Geld nur auf. Verdient haben wir es bei …“
Beim Wünschen: „Das kostet Arbeit. Wie viel wohl?“
Der Satz steht schon drin. Am Ende jedes Bandes, für Sie.
Eins für zu Hause, eins für Oma. Damit die Antwort an beiden Küchentischen steht.
Nein. Ida war vier, als sie an der Kasse gefragt hat. Wenn Ihr Kind fragt, ist es alt genug für die Antwort. Die Bände sind für genau dieses Alter geschrieben: kurze Sätze, ein Tier, ganze Taler.
Zu alt für die Antwort? Nein. Ein Neunjähriger rechnet Wechselgeld im Kopf. Fragen Sie ihn heute Abend, woher das Geld im Automaten kommt. Wetten, er sagt: „Von der Bank“? In der Baufinanzierung saßen mir jede Woche Achtunddreißigjährige gegenüber, denen genau diese fünf Antworten fehlten. Niemand hatte sie ihnen je gegeben. Mit neun liest Ihr Kind die Bände selbst und erklärt sie danach dem kleinen Bruder. Oder Ihnen. Mit zwölf hört es Ihnen beim Thema Geld nicht mehr zu. Mit neun noch.
Ein Band dauert zehn Minuten. Kürzer als der Streit ums Zähneputzen. Sie lesen ohnehin vor: Lesen Sie am ersten Abend Bruno statt zum vierzigsten Mal dasselbe Bilderbuch. Vorbereitung: null. Der Titel ist die Frage, das Tier antwortet. Und auf der letzten Seite jedes Bandes, „Für die Großen“, stehen drei Sätze für Sie, mit denen Sie am nächsten Tag an der Kasse weitermachen.
Nein. Keine Aktien, keine Börse, keine Fachbegriffe. Fünf Fragen: woher Geld kommt, wie man es verdient, was Sparen ist, was Ausgaben sind und warum sich Preise ändern. Das Fundament, das uns allen gefehlt hat.
Weil der Euro Kommastellen hat und eine Vierjährige nicht. Vier Taler, dann fünf: Das zählt Ihr Kind an den Fingern ab. Wer das Prinzip mit Talern verstanden hat, erkennt es an jeder Kasse wieder.
Weil Bücher in Deutschland einen festen Preis haben. Das Set kostet überall 59,99 €, für alle. Dafür bekommen Sie hier den Vorlese-Fahrplan dazu.
Ich, Miriam Hofmann. 15 Jahre Baufinanzierung bei einer regionalen Bank, Ende 2024 gekündigt. Mama von Ida und Jonas, aus der Nähe von Freiburg. Die fünf Bände habe ich zusammen mit Pädagogen entwickelt: ich die Geldlogik aus 15 Jahren Baufinanzierung, sie die Sprache, die Vierjährige verstehen. Jede Geschichte haben wir an meinem Küchentisch ausprobiert. Heute arbeite ich bei Blooma, dem kleinen Verlag, der sie druckt und verschickt. Ich verdiene an keinem Konto, keinem Kredit und keinem Sparplan. Nur an den Büchern.
In Deutschland versandkostenfrei, in wenigen Werktagen bei Ihnen. Nach Österreich kostet der Versand 14,99 €. Für Weihnachten gilt: Bis 16.12. bestellt, liegt das Set an Heiligabend unterm Baum.
Ja. Geben Sie im Checkout einfach die Adresse Ihrer Enkel als Lieferadresse an.
Machen Sie heute Abend einen Test. Fragen Sie Ihr Kind: „Woher kommt das Geld?“ Sagen Sie nichts. Hören Sie nur zu.
Dann wissen Sie, warum ich für diese Bücher bei der Bank gekündigt habe.
Sie waren nie schlecht im Erklären. Ihnen hat nur nie jemand den Satz gegeben, den ein Fünfjähriger nehmen kann. Ab heute steht er im Regal.
„Mir hat nie jemand geantwortet. Meiner Tochter schon.“
— Miriam Hofmann